Beschreibung
Hinweis: Folgender Maßnahmen-Steckbrief ist Teil des aktuellen Klimaneutralitätskonzeptes der Stadt Ludwigsburg. Das Konzept wurde durch die Energieagentur Kreis Ludwigsburg LEA e. V. im Jahr 2022 erstellt. Die Maßnahmen-Steckbriefe spiegeln daher den Stand zum damaligen Zeitpunkt wider, geben Empfehlungen zur Erreichung der Klimaneutralität und bilden einen Orientierungsrahmen für mögliche städtische Aktivitäten. Die konkrete Umsetzung ist an die jeweils aktuelle Situation anzupassen. Die unter „Aufgaben“ aufgeführten Punkte stellen die tatsächlich durchgeführten und zukünftig geplanten Aktivitäten zur Erreichung der Klimaneutralität im Jahr 2035 dar.
Maßnahmen-Steckbrief
Ziel ist es, der steigenden Bevölkerungsprognose für Ludwigsburg gerecht zu werden und gleichzeitig den Neubau von Wohngebäuden auf ein Minimum zu reduzieren. Die Nutzung vorhandener Infrastruktur und Bausubstanz sorgt für eine Vermeidung von Treibhausgasemissionen.
Ausgangslage: Ludwigsburg erwartet auch für die kommenden Jahre einen Anstieg der Bevölkerung. Das bedeutet, dass Wohnraum für diese Menschen zur Verfügung stehen muss. Die Schaffung von Wohnraum im Neubau ist sehr ressourcenintensiv, da neben dem Bau der Gebäude auch neue Infrastruktur (Energie und Mobilität) zur Verfügung gestellt werden muss.
Umsetzungsempfehlung: Bestehender Wohnraum und Gebäude im Stadtgebiet müssen besser ausgenutzt werden. Dabei ist es wichtig, dass leerstehende Wohnungen und Gebäude identifiziert und dem Wohnungsmarkt zugeführt werden. Außerdem muss geprüft werden, an welchen Stellen im Stadtgebiet es sinnvoll ist, Dachgeschosse auszubauen oder Gebäude mit zusätzlichen Wohneinheiten aufzustocken. Die Bevölkerung aber auch Bauträger müssen für das Thema flächeneffizienter Wohnbau sensibilisiert werden. Bei Grundstücksvergaben sollte das Kriterium „Funktionaler Grundriss“ positiv berücksichtigt werden. Somit kann sichergestellt werden, dass der neugeschaffene Wohnraum sich an die veränderten Wohnbedarfe anpasst und dieser effizient genutzt wird. Die Förderung von innovativen Wohnkonzepten (z. B. Clusterwohnen) und die Unterstützung durch das Bürgerbüro Bauen bei der Planung von Dachausbauten oder -aufstockungen kann ebenfalls dazu beitragen, dass Wohnraum effizient genutzt wird.


